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Tödliche Tentakel - Killerquallen vor Australien

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Quallen wirken filigran, fast zerbrechlich - doch Schwimmer, die mit den Tentakeln einiger besonders giftiger Arten in Berührung kommen, sind oft fürs Leben gezeichnet. Und die Gefahr durch Quallen nimmt weiter zu. Am schlimmsten ergeht es Badegästen an den Nordküsten Australiens. Nach einer Begegnung mit der hier inzwischen häufiger gesichteten Irukandji-Qualle kann es 20 bis 40 Minuten dauern, bis sich die Symptome entwickeln. Ein Hautkontakt ihrer Tentakel verursacht anfangs nur ein leichtes Brennen. Dann folgen Muskel- und Kopfschmerzen, Erbrechen und Schweißausbrüche. Bei einigen Personen steigt der Blutdruck so extrem an, dass bereits Todesfolgen vermeldet wurden. Dabei ist der winzige Körper dieser Quallengattung nur ein bis zwei Zentimeter groß. Doch ihre vier fadendünnen Tentakel können knapp einen Meter lang werden und sind im Wasser fast nicht sichtbar. Um die Traumstrände Australiens wieder sicher zu machen, ohne in den biologischen Kreislauf einzugreifen, hat sich die Meeresbiologin Jamie Seymour ein großes Ziel gesetzt: Sie forscht an einem Mittel, das durch Auftragen auf die Haut die gefährliche Wirkung des Quallengiftes neutralisiert. Wahrscheinlich die einzige Methode, um vor Quallen künftig geschützt zu sein, denn die Tiere können unendlich lange Hungerperioden überstehen und ihr Körpergewicht im Notfall um 99 Prozent reduzieren. Gegen ihre Tentakel ist kein Kraut gewachsen: Die Fangarme sind von oben bis unten mit giftigen Nesselzellen besetzt. Gerät ein potentielles Beutetier oder auch ein Mensch in ihre Nähe, beginnt die schnellste zellulärer Reaktion im ganzen Tierreich: Mit Widerhaken versehene Pfeile schießen aus den Nesselzellen und durchschlagen den Panzer oder die Haut der Opfer. Diese Dokumenation berichtet über gefährliche, bis dato kaum erforschte Meeresbewohner.